Der rote Mai 2019

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Aktuelles
  2. Aus dem Kreis Rotenburg
  3. Aus Niedersachsen
  4. Aus dem Bund
  5. Europawahl
  6. Politische Bildung
  7. Aktionismus

Liebe Leser*innen,

in 26. Mai wählen die Bürger*innen in der gesamten Europäische Union. Wir LINKE wollen einen sozialen, länderübergreifenden Wandel durch das EU-Parlament erwirken! Dafür benötigen wir Deine Stimme!

Das Wahlprogramm der Partei DIE LINKE gibt es in Leichter Sprache.

Lesen Sie unser 10-Punkte Kurzwahlprogramm oder die lange Fassung.

Zusätzlich zu den gleich folgenden Veranstaltungshinweisen am Donnerstag, wird es am 8. Mai um 14:30 Uhr eine Kundgebung auf dem Pferdemarkt in Rotenburg geben.

Freitagabend, den 17. Mai, kannst Du Dir auch schon vormerken! :-) Denn dort referiert Hubertus Zdebel zum Grünen Kapitalismus: Kapitalismus oder Klima? Kann der Klimawandel im kapitalistischen Europa wirklich aufgehalten werden? LINKE Antworten auf aktuelle Klimafragen.

... und fast hätte ich es vergessen zu erwähnen. SAFE ANTOHER DATE: Am Samstag, den 8. Juni wollen ab 16:00 Uhr wir mit Dir ein Sommerfest in Stemmen feiern! Zu Gast ist der junge Bundestagsabgeordnete Victor Perli. Weitere Informationen folgen.

 
 

Aktuelles

 

Podiumsdiskussion zur Bürgerbefragung über STRABS

 

Podiumsdiskussion zur Bürgerbefragung über STRABS

Die Ratsgruppe Grüne/FDP/Linke läd zum Donnerstag, den 02.05.2019 um 18.00 Uhr ins Hotel Daub zu einer Podiumsdiskussion zur Bürgerbefragung am 26.05.2019 zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS) ein.

Was passiert, wenn die STRABS in Bremervörde nicht abgeschafft wird, und wenn sie angeschafft wird, wie sollen dann künftig die Straßensanierungen finanziert werden, wie sieht bzw. sollte die Rolle des Landes hierzu aussehen?

https://www.dielinke-row.de/aktuelles/detail/news/vorankuendigung-podiumsdiskussion-zur-buergerbefragung-zur-strabs-am-02052019/

Eine gemeinsame Veranstaltung der Ratgruppe Gruppe aus Grünen/FDP/Linke, die sich einig sind, dass die STRABS abgeschafft werden muss.

 

Rotenburger Stammtisch thematisiert EU-Wahl

Pressemitteilung

 

Am Donnerstag, den 02. Mai, informiert der Kreisverband der LINKEN zum EU-Wahlprogramm ihrer Partei. Im Rahmen des monatlichen Stammtisches können sich Interessierte Bürger*innen über die Positionen der Linkspartei zur Wahl des Europäischen Parlaments erkundigen, die unter dem Titel „Für ein solidarisches Europa der Millionen, gegen eine Europäische Union der Millionäre“ beworben werden.

Ja, Linke kritisieren, sie kritisieren die Ungerechtigkeit in Europa und ja, wir wollen, dass es keine Steuerschlupflöcher für Multimillionäre gibt, die durch ihre Steuerflucht die notwendigen Sanierungen von Schulen und die Finanzierung sozialer Berufe verhindert, während Arbeitnehmerhaushalte nicht mal mit zwei Gehältern wissen, wie sie den Familienhaushalt über Wasser halten sollen. Hierfür muss es dringend ausgleichende Lösungen geben. Deutschland alleine kann diese nicht bewältigen.

Wenn rund 60% der kommunalen und circa 80% der Umweltgesetzgebungen in Brüssel beschlossen werden, dann nimmt die EU-Wahl definitiv eine wichtige Rolle für unser länderübergreifendes Zusammenlebens ein. Als wohl jüngstes Beispiel schlechter europäischer Politik kann der Artikel 13 genannt werden. Hier hat die deutsche Linke geschlossen dagegen gestimmt. Am Donnerstag stehen zu diesem speziellen Thema kundige Mitglieder zur Verfügung.

Unser zukünftiges Zusammenleben sollten wir meiner Überzeugung nach nicht denjenigen Kräften von Rechts überlassen, die die Demokratie ausnutzen, um sie - wie der Wolf im Schafspelz - über Umwege zu demontieren und damit 70 Jahre friedliches europäisches Zusammenleben zu gefährden.

Dieser Abend kann insbesondere für diejenigen interessant sein, die sich nicht sicher sind, ob DIE LINKE ihren Vorstellungen von einem fairen Miteinander in Europa vertreten würde.

Der Stammtisch beginnt um 19:00 Uhr in der Schmidt‘s Kneipe. Am Grafeler Damm in 27356 Rotenburg.

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Aus dem Kreis Rotenburg

 

Ostermarsch Rotenburg

Ein kurzer Kommentar

 

Quelle: Kreiszeitung.de - Henning Leeske

Zum Ostermarsch gab es einen Presseartikel in der Kreiszeitung: Protest und Gesang. Und dazu ein Kommentar von Stefan Klingbeil:

Nachdem die große Koalistion sich einst explizit nicht gegen das Fracking ausgesprochen hat, haben wir den kleinteilen regionalen Politsalat: Herr Weber (Bürgermeister von Rotenburg) ist stolz und zuversichtlich, dass das Raumordnungsprogramm so angepasst wird, dass es uns schützen wird und ein gefordertes Moratorium von Aktivsten soll Fracking durch Dea, Exxon und Vermilion zum Schlafen bringen (wohl gemerkt: Nach dem Schlaf ist man meist ausgeruhter). Wir müssen durch die desolate Gesetzgebung voll Fall zu Fall, Kommune zu Kommune, Land um Land schier endlos darum kämpfen, dass keine Chemiebomben unter verpresst werden. Wäre gar nicht nötig gewesen, wenn man DIE LINKE gewählt hätte.

Ach und da ist ja noch die Forderung, dass Bundesregierung unbedingt gegen nukleare Teilhabe eintreten möge. " Was kaum jemand weiß: Auch das deutsche Verteidigungsministerium rüstet fleißig auf und will neue Atombomber kaufen." (Freitag.de, 22.04.2019)

Da bietet sich ein Auszug aus unserem Wahlprogramm an:

"DIE LINKE fordert, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag der UN unterzeichnet, der für den Abzug der US-Atomwaffen aus der BRD sorgt und die nukleare Teilhabe beendet mit dem Ziel einer atomwaffenfreien EU-Zone. Eine entsprechende parlamentarische Initiative wird eine der ersten Aktionen der LINKEN im EU-Parlament sein. Die EU-Abgeordneten der LINKEN werden die von der Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) initiierten »parlamentarische Erklärung« (parlamentary pledge) unter- schreiben. In Deutschland setzen wir uns für den Abzug der letzten verbliebenen US-Atomwaffen ein."

Frei nach Genosse Paris: "Einfach mal DIE LINKE wählen."

 

Nein zu Artikel 13

 

DIE LINKE diskutierte am 06.04.2019 auf der Kreismitgliederversammlung zu Artikel 13, weil im EU-Parlament bei einer Abstimmung zum Uploadfilter ein Beschluss folgte. Viele Genossinnen und Genossen sind entrüstet und äußern sich wie folgt:

Kevin Fröhlich (Rotenburg):

„Die neu entschiedene Urheberrechtsform ist eine Beleidigung für das Internet. Es wurde allein auf zusätzliche Profite für GEMA und Co. geachtet ohne die Folgen für Betroffene zu bedenken. Hier war man so Kurzsichtig und hat alle Kritikpunkte, welche vor allem auf den vielen (Spontan)Demos geäußert wurden, ignoriert. Selbst als der im deutschsprachigem Internet bekannte Medienanwalt C. Solmecke am 23.3 sagte, dass diese Politiker vom Internet keine Ahnung hätten und man das anhand ihrer Twitter-Accounts feststellen könnte und sein Vorschlag, Pauschalabgaben auch ins Digitale zu übernehmen um Uploadfilter gänzlich zu vermeiden, wurde mit der positiven Abstimmung zu Art. 13 ignoriert.

Ich persönlich halte eine Anpassung des Urheberrechts auf das digitale Zeitalter für richtig und auch nötig. Doch anstatt auf Lobbyisten zu hören, hätte man sich lieber mit der/den Community/vertretern von größeren Plattformen wie YT oder auch Fb treffen sollen, um mehr Informationen über diese zu erhalten. Das Art. 13 Debakel hat auf jeden Fall eine wichtige Information zu Tage gefördert: nämlich das die Partei, die diese Form des Urheberrechts nun quasi gewaltsam durchgesetzt hat, nicht nur keine Ahnung vom „Neuland“ hat, sondern auch gedankenlos seine Versprechen bricht. Denn es wurde uns versprochen, dass es keine Uploadfilter geben wird – was mit der jetzigen Form des Urheberrechts in der Umsetzung jedoch nicht machbar ist. In meinen letzten Sätzen weise ich übrigens darauf hin, dass Google bereits für YouTube einen Uploadfilter besitzt und benutzt und dadurch jetzt die Möglichkeit bekommen hat, die 100.000.000 € die die Entwicklung des Filters gekostet hat, wieder einzufahren. Also ist nicht einmal das Ziel gelungen, YT damit zu beschränken und abzukassieren, sondern es ist neuen und kleinen Internetseiten verwehrt, zu entstehen oder bekannt zu werden, da das Geld für ein teuren Filter fehlt. So und nicht anders, zerstört man das extrem schnelllebige Internet.“


Waldemar Rudolf (Stemmen):

„Eine Verbesserung des bestehenden Urheberrechts ist notwendig. Jedoch sind

100 Tausende Menschen im März 2019 nicht grundlos zu Demonstrationen gegangen und haben dort gegen eine Umsetzung des "Artikel 11, 12 und 13" demonstriert. Die Problematik dieser Artikel in der Urheberrechtsreform liegt in der schwammigen Formulierung und unklaren Umsetzung. Alleine technisch ist keine Umsetzung bekannt, welche nicht die Meinungsfreiheit einschränken würde. Dies sagte sogar Herr Axel Voss, Mitglied des Europaparlaments (CDU), wie folgt;

"Ich kann nicht dafür garantieren, dass die Maßnahmen, die Plattformen ergreifen, um ihrer Haftung gerecht zu werden, hundertprozentig arbeiten und deshalb die Meinungsfreiheit auch mal eingegrenzt wird.“ // Axel Voss (CDU), 27.02.2019

Momentan haftet die Person, welche Inhalte ins Internet stellt auch für die mögliche Verletzung von Urheberrechten. Zukünftig soll jedoch die Internetseite /- Plattform sämtlich Haftung übernehmen für alle Inhalte, welche dort anzutreffen sind. z.B. haftet Facebook für jede Bild oder Video-Datei von (fiktiv) Herrn Mustermann, welche ein Urheberrecht verletzt. Diese Haftungsänderung wird sämtliche Konzerne zur Nutzung eines Filters zwingen, welcher bereits im Vorgang des Hochladens eine mögliche Urheberrechtsverletzung erkennen soll und dies verhindert bzw. Blockiert.

Betreiber von kleinen Internetseiten oder Foren können sich solche Filter-Software sicherlich nicht leisten.“

Ein Bericht von Nils Bassen.

 
 

Aus Niedersachsen

 

Pflegenotstand: Ministerin Reimann darf Probleme nicht länger herunterspielen

Landesvorsitzende Lars Leopold und Heidi Reichinnek zu Wort

 

Erst kürzlich betonte Sozialministerin Reimann im Landtag, dass es in Niedersachsen noch keinen akuten Notstand in der Pflege gäbe. Hierzu erklärt Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN: „Anscheinend ist die Uhr der Ministerin stehen geblieben. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie nicht sehen kann, dass es in der Pflege bereits fünf vor zwölf ist. Der Pflegenotstand ist bereits jetzt bittere Realität. Hier besteht akuter Handlungsbedarf“ Leopold weiter: „Für pflegebedürftige Menschen wird es immer schwieriger einen Pflegedienst zu finden. Wohlfahrtsverbände drohten vor kurzem mit dem Ausstieg aus der ambulanten Pflege. Schlechte Bezahlung und der akute Personalmangel bringen die Beschäftigten in der Pflege an Ihre persönlichen Grenzen und sorgen in erster Linie dafür, dass sie den Job an den Nagel hängen und kaum Nachwuchs für Pflegeberufe gefunden werden kann. Selbst das Sozialministerium prognostiziert, dass allein in der Altenpflege bis 2030 bis zu 52.000 Mitarbeiter*innen fehlen werden. Und die verantwortliche Ministerin tut so, als sei alles in Butter. Das ist lebensgefährlich für die auf Pflege angewiesenen Menschen und den Beschäftigten in der Pflege höchst ignorant gegenüber. Statt sich weiter hinter Zuständigkeiten etwa der Pflegekassen und der Bundespolitik zu verstecken, muss Sozialministerin Reimann sich innerhalb der Landesregierung endlich dafür stark machen, dass die offenkundigen Missstände in der Pflege gelöst werden. Sie muss sich dafür einsetzen, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege deutlich besser werden. Das fängt schon bei den Gehältern an. Hier ist Niedersachsen Schlusslicht der westdeutschen Bundesländer. Kein Wunder, dass die Menschen lieber woanders arbeiten wollen. Sozialministerin Frau Reimann darf den Pflegenotstand nicht länger herunterspielen und muss endlich liefern. Andernfalls ist sie Ihrer Aufgabe als Ministerin offenbar nicht gewachsen und sollte Ihren Hut nehmen.“

LINKEN-Co-Vorsitzende Heidi Reichinnek ergänzt: „Die jüngste Forderung der GRÜNEN und der FDP bei der Bezahlung von Pflegediensten im Land, die Krankenkassen stärker in die Pflicht zu nehmen, ist grundsätzlich begrüßenswert. Sie darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Parteien in Zeiten ihrer Regierungsbeteiligung die negativen Entwicklungen in der Pflege mit zu verantworten haben. Der Pflegenotstand ist nämlich nicht über Nacht entstanden, sondern Ergebnis einer seit Jahren verfehlten Gesundheitspolitik in Bund und Land. Da wurde jahrelang auf Privatisierungen von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gesetzt, Lohndumping für Pflegekräfte gefördert und sich gegen bedarfsgerechte Personalschlüssel in allen Bereichen der Pflege gestellt. Die Patientinnen und Patienten müssen im Mittelpunkt einer guten Gesundheitspolitik stehen, nicht die  Gewinnmaximierung im Pflegebereich auf dem Rücken der Beschäftigten. Wer die Pflegesituation in Niedersachsen nachhaltig verbessern will, muss endlich für mehr Personal sorgen, um den Kranken und Pflegebedürftigen gerecht zu werden und die Pflegekräfte zu entlasten. Das sind originäre Aufgaben der Niedersächsischen Landespolitik.“

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Sprechen wir über Enteignung!

Ein Kommentar von Landesvorstandsmitglied Thorben Peters:

 

Seit ein Berliner Volksbegehren sich für eine Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ausspricht, ist das Thema Enteignung wieder in aller Munde. Die SPD betonte, dass eine Enteignung nichts bringe, die CDU spricht gar von Verfassungswidrigkeit. Die FDP bricht gleich in Panik aus und fordert den Schutz der Immobilienkonzerne vor dem Grundgesetz.  Dabei sind Enteignungen Notwehr und die Reaktion darauf nichts anderes als schlichte Heuchelei. Ein Kommentar von Thorben Peters, stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE. Niedersachsen.

Weder CDU/CSU, SPD und FDP sind bekannt dafür zu den scharf Demonstrierenden zu gehören, wenn in der Lausitz ganze Dörfer enteignet werden, um sie anschließend von Kohlebaggern platt machen zu lassen. Im Gegenteil, Enteignung ist für neoliberale Parteien in der Bundesrepublik der 90er und Folgejahre nichts Neues. Den ersten großen Enteignungsraubzug mussten die neuen Bundesländer erleiden. Dort verscherbelte die Treuhand unter Bundeskanzler Kohl zigtausende Betriebe, Immobilien und Firmen. Die ostdeutsche Bevölkerung blieb millionenfach sozial degradiert, arbeitslos und ohne Perspektive zurück. Das einstige Volkseigentum ist zu 85 Prozent an Westdeutsche, zu 10 Prozent an internationale Investor*innen und nur zu knapp 5 Prozent an Ostdeutsche übertragen worden. Die zweite große Massenenteignung traf Anfang der 2000er Jahre die gesamte Bundesrepublik, die von SPD & Grünen betriebene Agenda 2010. Hier wurden Millionen von Menschen aufgrund von Arbeitslosigkeit um ihr Erspartes inklusive Eigenheim gebracht, selbst wenn sie es sich jahrzehntelang erarbeitet hatten. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele für solche Enteignungen, durch z.B. die schleichende (Teil-)Privatisierung der Deutschen Bahn, der Post oder diverser Stadtwerke.  Hier wurde Eigentum aus öffentlicher und damit aus der Hand der Bevölkerung dem Kapital überlassen. Die Leistungen wurden unterm Strich teurer, qualitativ schlechter und die Gehälter gingen runter. Rauf gingen hingegen die Renditen der Aktionär*innen. Wo bleibt da der Widerstand der neoliberalen Parteien? Vermutlich erstickt in den Parteispenden.

Das Berliner Volksbegehren „Deutsche Wohnen enteignen!“ zeigt, wie es richtig geht. Hier wehren sich massenhaft Menschen gegen explodierende Mieten, die aufgrund großer Immobilienkonzerne zwecks fetter Gewinne und ohne Rücksicht auf Verluste nach oben getrieben wurden. Es stimmt zwar, dass Enteignung noch keine neue Wohnung bringt. Es entzieht aber den großen Immobilienkonzernen die Möglichkeit, weiter auf Kosten anderer zu wirtschaften. Eine Logik die man ganz klar auf z.B. klimabedrohlichen Energiekonzerne, spekulierende Banken oder den kommerzialisierten Gesundheitsbereich anwenden kann. Im Grundgesetz Artikel 14 heißt es hierzu: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle Allgemeinheit dienen.“  Das bedeutet im Umkehrschluss, wer sein Eigentumsrecht missbraucht, hat sein Eigentumsrecht verwirkt.

Link zur Homepage: www.dielinke-nds.de/start/aktuell/detail/news/sprechen-wir-ueber-enteignung/

Link für Facebook: www.facebook.com/DieLinke.Luneburg/photos/a.349543425119449/2643464402393995/

 
 

Aus dem Bund

 

"Tierversuche beenden!"

Amira Mohamed Ali (MdB, DIE LINKE)

 

„Derzeit fließt mehr Steuergeld in unzuverlässige Tierversuche als in die Weiterentwicklung tierfreier Forschungsmethoden. Das muss sich dringend ändern“, so Amira Mohamed Ali, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Internationalen Tags gegen Tierversuche am 24. April. Mohamed Ali weiter:

„Jährlich sterben Millionen Tiere, gleichzeitig müssen aber über 90 Prozent der Medikamente, die sich im Tierversuch als wirksam erwiesen haben, wieder aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie beim Menschen Nebenwirkungen zeigen. Der menschliche Or­ganismus unterscheidet sich erheblich von dem einer Maus. Die Aussagekraft des Tierversuchs ist so gering, dass es absoluter Wahnsinn ist, in diese Forschung so viel Steuergeld zu stecken.

Dabei könnte bereits heute bei vielen Versuchen auf Tiere verzichtet werden. Mit winzigen künstlichen Organen aus menschlichen Zellen sind Tests zuverlässiger und völlig schmerz­frei. Meine Anfrage an die Bundesregierung ergab jedoch, dass konventionelle Tierversuche derzeit stärker gefördert werden als die tierfreien Technologien.

DIE LINKE setzt sich im Bundestag für eine Gesamtstrategie zum Ausstieg aus allen Tierversuchen ein. Wir wollen ein Zieldatum, an dem Schluss ist mit Tierversuchen. Die Niederlande haben hier mit dem Jahr 2025 den Maßstab gesetzt.

Der stufenweise Ausstieg aus Tierversuchen muss jetzt beginnen. Durch eine Änderung des Tierschutzgesetzes will DIE LINKE bereits heute Tierversuche, die mit starken und nicht zu lindernden Schmerzen verbunden sind, untersagen. DIE LINKE will außerdem ein Register einführen, in dem alle Tierversuche erfasst und rückwirkend nach Erfolg bewertet werden."

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Eine Krankenkasse für alle: LINKE fordert Ende der „Zweiklassenmedizin“

 

Das Kreiskrankenhaus Rotenburg will sich also als Privatklinik herausputzen.Hierzu will ich deutlich werden: Diese Zweiklassenmedizin bringt eine Ungleichbehandlung in der medizinischen Grundversorgung hervor! Wärhend Stationen mit dem bislang immer noch nicht gelösten Pflegenotstand zu kämpfen haben, zerstört das System mit der privaten Gesundheitsversorung die Gesellschaft in Arm und Reich. Diese Spaltung muss ein Ende haben! Stefan Klingbeil

https://www.youtube.com/watch?v=PixRQOQnI8M

Hierzu ziehe ich einen Beitrag von Linkspolitiker Viktor Perli an:

„Wir wollen ein Ende der Zweiklassenmedizin“, kommentiert Victor Perli, regionaler Bundestagsabgeordneter der LINKEN, den Antrag. „Ein gutes Gesundheitssystem braucht Solidarität. Das bedeutet, dass alle mit hohem Einkommen einzahlen und alle von einer starken gesetzlichen Krankenversicherung profitieren. Daher setzen wir uns für die Bürgerversicherung ein”, so Perli weiter.

Kritiker des Versicherungssystems in Deutschland führen einige Probleme im Gesundheitswesen auf die Trennung von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen zurück. Gesetzlich Versicherte haben häufiger mit längeren Wartezeiten zu kämpfen und bekommen insbesondere bei Fachärzten schlechter Termine. Vereinzelt nehmen Praxen sie nicht mehr als Patienten auf, weil es für sie attraktiver ist, Privatversicherte zu behandeln.

In Deutschland ist der überwiegende Teil der Bevölkerung gesetzlich versichert. Aus Zahlen des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass im Jahr 2018 rund 72,8 Millionen Menschen gesetzlich versichert waren. Alle Privatversicherten sollen nach Vorstellung der Linksfraktion per Stichtag-Regelung in die gesetzliche Krankenkasse integriert werden.

Die Finanzierung der Privatversicherung bringt persönliche Risiken für die Versicherten mit sich, beispielsweise bei einem plötzlichen Wegbrechen des Einkommens oder wenn im Alter der medizinische Bedarf steigt. Victor Perli nannte die Privatversicherung „ein Glückspiel um die eigene Gesundheit, das sich als Versicherung ausgibt.“ Deshalb würden unter dem Strich alle Bürgerinnen und Bürger vom Modell der Bürgerversicherung profitieren.

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Europawahl

 

Manifest für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Die Linksfraktion im Europaparlament GUE/NGL stellt ihr gemeinsames Manifest für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit vor

 

Wir drücken den Alarmknopf, um die Klimakrise zu bewältigen!

Im Unterschied zur herrschenden Politik, sagt die Linksfraktion im Europaparlament: "Ein grünerer Kapitalismus reicht nicht. Wir brauchen Investitionen in erneuerbare Energien, den europaweiten Ausstieg aus der Kohle bis 2030, und ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger. Klimaschutz als oberste politische Dringlichkeit geht nicht ohne Kämpfe für menschenwürdige Arbeitsplätze, für die Verbesserung der Lebensbedingungen für alle und für die Gleichstellung der Geschlechter. Klimaschutzpolitik muss zugleich auch immer Kampf gegen neoliberale Politik innerhalb der EU und in ihren Beziehungen zu Drittstaaten sein, sowie der Kampf gegen die Unterordnung natürlicher Ressourcen und Gemeingüter wie Wasser, Luft, saubere Umwelt oder Gesundheit unter private Profitinteressen."

Das Manifest und die politischen Forderungen um den Bedrohungen für den Planeten abzuwenden, findet sich weiter unten zum Download in Deutsch, Englisch und Italienisch. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

„Klimaschutz hat absolute Priorität für unsere Fraktion. Dieser Kampf ist für uns kein alleinstehender Kampf - nein, er bedeutet auch, für Gute Arbeit zu kämpfen, für hohe Lebensstandards, für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Rassismus. Die natürlichen Lebensgrundlagen und Gemeinschaftsgüter (common goods) wie Wasser, Energie, Luft, eine saubere Umwelt und Gesundheit dürfen nicht den Profitinteressen einiger Weniger untergeordnet werden. Die Unfähigkeit der Regierungen, mit der menschengemachten Klimakrise adäquat umzugehen, beeinträchtigt schon heute das Leben von Millionen Menschen, wobei die Schwächsten am härtesten getroffen werden. Wir brauchen einen nie dagewesenen politischen Willen, um das Voranschreiten der Klimakrise aufzuhalten.“

Cornelia Ernst weiter: „Die nationalen Energie- und Klimapläne, die die Mitgliedstaaten im Rahmen der Governance-Verordnung vorlegen müssen, reichen überhaupt nicht aus, um das Pariser Ziel von einer maximalen Erwärmung bis zu 1,5 Grad einzuhalten. Portugal und Österreich gehen mit gutem Beispiel voran, so möchte Portugal bis 2030 seine Erneuerbaren-Kapazität beim Strom verdoppeln, und Österreich hat sich sogar ein Ziel von 100 Prozent Erneuerbare bis 2030 gesetzt. Aber andere Mitgliedstaaten verlangsamen das Tempo - Bulgarien, Tschechien und Finnland setzen sich für ihren Ausbaupfad der Erneuerbaren ab 2020 einen geringeren Ausgangspunkt als sie in 2017 tatsächlich schon erreicht hatten. Und die Niederlande, Frankreich, Irland, Belgien, Polen und Luxemburg sind immer noch weit von ihren Zielen für 2020 entfernt. Daher müssen sie große Anstrengungen unternehmen, um in die Nähe ihres 2030-Ziels zu kommen. Bei der Energieeffizienz sieht es ähnlich aus: Das kollektive EU-Ziel gibt eine Steigerung von 32,5 Prozent vor, aber höchstwahrscheinlich werden nur 27 Prozent erreicht. Deutschland beispielsweise hat nicht mal Informationen zu seinem geschätzten Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 geliefert.“

Deshalb fordern wir in unserem Manifest gegen den Klima-Notstand:

  • Frühzeitige Maßnahmen für Klimaneutralität bis spätestens 2040 einzuleiten - dafür muss die Langfriststrategie ‚Ein sauberer Planet für Alle‘ dringend vom Rat der Mitgliedstaaten überarbeitet werden.
  • Einen europaweiten Ausstieg aus der Kohle bis 2030. Die Folgen für die Kohleregionen müssen durch einen eigens zu schaffenden Just-Transition-Fonds und die europäischen Strukturfonds abgefedert werden.
  • Eine massive Zunahme von Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparungen.
  • Das Recht auf Energie muss festgeschrieben werden - das bedeutet für uns auch, das Recht auf erneuerbare Energie zu haben.
  • Die Verstaatlichung des Energiesektors voranzutreiben und massive staatliche Investitionen in den öffentlichen erneuerbaren Energiesektor einzuplanen.
  • Eine Demokratisierung und Dezentralisierung des Energiesektors; das heißt, es muss sichergestellt werden, dass sich Bürgerenergieprojekte weiterverbreiten können.
  • Eine ‚Vergrünung‘ der Steuersysteme in den Mitgliedstaaten, indem sie sicherstellen, dass anstelle der Allgemeinheit die großen Verschmutzer ihren Anteil zahlen und die Finanzmärkte so reguliert werden, dass Investoren strikte Nachhaltigkeitskriterien und soziale Kriterien einhalten müssen.

Mehr zur Europäischhen Linke hier: https://www.dielinke-europa.eu/ und zum Download: "Manifest gegen den Klima-Notstand"

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Politische Bildung

 

Aktionskonferenz Pflege in Niedersachsen

Jetzt online anmelden!

 

Diese Konferenz richtet sich an professionelle Pflegekräfte, pflegende Angehörige, an Menschen mit Pflegebedarf und an alle, die sich mit dem Pflegenotstand nicht mehr abfinden wollen.

Aus dem Widerstand gegen die Pflegekammer entsteht eine Bewegung für bessere Pflege. Es braucht Proteste auf der Straße, in Pflegeheimen und Krankenhäusern, um Druck auf die Regierung zu machen. Habt ihr die Nase voll von schlechten Arbeitsbedingungen und Ausbeutung? Ihr seid nicht allein! Wir kämpfen an eurer Seite für eine menschenwürdige Pflege. Wir sehen uns in Hannover! 

Jetzt online anmelden – die Teilnahme ist kostenlos.

Parlalle Workshops in Kurzfassung:

1.) Widerstand in der Altenpflege: Da geht was!
2.) Streik am Bett - Arbeitskampf im Krankenhaus
3.) Wer soll das bezahlen? Tariflöhne in der ambulanten Pflege
4.) Es gibt kein ruhiges Hinterland - „Runde Tische Pflege“ überall!
5.) Organisierung - aber wie? Betriebsratsgründung in der Altenpflege
6.) Hand in Hand für bessere Pflege - pflegende Angehörige

Mehr Informationen unter: https://www.dielinke-nds.de/pflege/ oder im Programm.

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Aktionismus

 

Regelmäßige Termine

 

Der Gesprächskreis Bremervörde, der jeden Montag stattfindet, lädt zur Teilnahme ein. Bei Interesse, trete an Tanja heran. Der Gesprächskreis ist mit, aber nicht von DIE LINKE.

Am ersten Donnerstag im Monat findet der Stammtisch in Rotenburg statt. Ab 19:00 Uhr in der Schmidt's Kneipe.

 

11. Mai - Demonstration gegen das Polizeigesetz

NoNPOG Bündnis geht erneut auf die Straße

 

Widerstand zeigt Wirkung – Wir stoppen das niedersächsische Polizeigesetz!

Nachdem es 2018 noch so ausgesehen hat, als wollten SPD und CDU trotz des Protestes tausender Menschen und massiver Kritik ihren Gesetzentwurf zum Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (NPOG) durch den Landtag peitschen, wird die Abstimmung nach der erneuten Großdemonstration im Dezember nun von Landtagssitzungsperiode zu Landtagssitzungsperiode verschoben.

Das liegt natürlich nicht nur an den breiten Protesten. Das Gesetz wird von den Fachjurist*innen des Landtages trotz Überarbeitung weiterhin in zahlreichen Punkten als verfassungsrechtlich bedenklich oder gar verfassungswidrig eingestuft.

Wie die CSU in Bayern und CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen, so behaupten auch die niedersächsischen Regierungsparteien SPD und CDU, dass dieses Gesetz nur der Terrorismusbekämpfung diene. Erste Erfahrungen in Bayern zeigen jedoch, dass ein solches Gesetz gegen Antifaschist*innen, die gegen die AfD demonstrierten oder zum EU-Gipfel nach Salzburg reisen wollten, eingesetzt wurde. Und in Nordrhein-Westfalen saßen Klima-Aktivist*innen fünf Tage in Gewahrsam, nur weil sie ihren Personalausweis nicht vorzeigen wollten.

Das geplante NPOG ist ein weiterer Schritt auf dem Weg in einen autoritären Polizeistaat. Die Wahrnehmung demokratischer Rechte und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird damit eingeschränkt. Damit vollzieht die Landesregierung Niedersachsens einen massiven Rechtsruck, von dem sie glaubt, dass dieser in der breiten Gesellschaft Akzeptanz findet. Dagegen setzen wir uns deutlich zur Wehr.

Der Gesetzentwurf lässt sich nicht verbessern, er ist im Grundansatz autoritär und verfassungswidrig und muss verhindert werden!

Gegen Überwachung, Kriminalisierung, Einschüchterung und Kontrollwahn!

Für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit!

Für ein solidarisches und soziales Miteinander - statt Ausgrenzung und Rassismus!

11. Mai - 13:00 Uhr - Hannover am Steintor. (Parallel findet die Aktionskonferenz Pflege in Niedersaschsen sattt.)

 
 

System Change - Not Climate Change Festival

18. Mai 2019 ab 15:00 - Rockcenter Bremerhaven, Moltkestraße 13 Bremerhaven

 

Die Pegel der Meere steigen, Existenzen werden durch Wetterextreme bedroht. Weltweit macht sich der Klimawandel bemerkbar. In den letzten Jahren regte sich immer mehr Widerstand gegen das Wegsehen von Politik und Industrie. Aus kleinen Gruppen wurden Bewegungen. Die Geschehnisse rund um den Hambacher Forst ist hierzulande ein gutes Beispiel dafür. Global formiert sich mit der Fridays for Future Bewegung die Jugend der Welt.

Aus diesem Anlass wollen wir euch einladen mit uns das System change not climate change Festival zu feiern und bieten euch Interessante Workshops zu verschieden aktuellen Nationalen und Internationalen Ereignissen und Entwicklungen. Natürlich darf auf einem Festival die Musik nicht Fehlen. Wir haben für einen Bunten Mix aus regionalen und überregionalen Künstler*innen zusammengestellt. Unter anderem werden Gordon Shumway und Raum 27 auftreten (die anderen werden noch bekannt gegeben). Für mehr Informationen schaut einfach bei Facebook in der Veranstaltung vorbei: www.facebook.com/events/343240322973752/

 

Interesse an der Partei DIE LINKE?

 

Haben wir Dein Interesse an der Partei DIE LINKE geweckt? Willst Du Parteimitglieder vor Ort kennenlernen? Neben unserem Stammtisch in Rotenburg und dem Gesprächskreis in Bremervörde kannst Du einen Blick auf unsere Seite der Ansprechpartner*innen werfen. Dort findest du direkten Kontakt zu LINKEN in deiner Nähe. Jede Veranstaltung der Partei ist öffentlich. Du kannst sie jederzeit als Gast besuchen. Oder hast du ein Anliegen an unsere Abgeordneten in Bremervörde oder im Kreistag? Für Fragen steht dir der Vorstand gerne zur Seite. Außerdem hat die Bundestagsfraktion ein Regionalbüro in Buxtehude eingerichtet.

Mitmachen und einmischen! Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für mehr Demokratie und eine gerechte Verteilung des Reichtums. Hier kannst Du sofort und online Deinen Eintritt in die Partei DIE LINKE erklären.

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Impressum

Die Linke Kreisverband Rotenburg (Wümme)
Postfach 1411
27344 Rotenburg
Telefon: 04261 / 96 39 776
kontakt@dielinke-row.de

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