Der rote März 2019

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Aktuelles
  2. Aus dem Kreis Rotenburg
  3. Aus Niedersachsen
  4. Aus dem Bund
  5. Europawahl
  6. Politische Bildung
  7. Aktionismus

Liebe LeserInnen,

einen Monat haben wir aus mangelnder Zeit ausgesetzt. Aber wir waren nicht untätig! Unsere erste Kreismitgliederversammlung des Jahres hat Neuerung gebracht, der Bundesparteitag und Landesparteitag liegen nun hinter uns. Viel Spaß beim Lesen!

"Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren." Karl Popper

 
 

Aktuelles

 

LINKE im Kreis Rotenburg hat Vorstand gewählt

 

Am Samstag, den 09. Februar, tagte der Kreisverband der Linken im Landkreis Rotenburg um turnusgemäß seinen Vorstand zu wählen.

Stefan Klingbeil wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt und darf sowohl die Politik als auch die Organisation der Kreispartei weitere zwei Jahre fortsetzen. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist Janina Fitschen geworden, die wohnhaft ist in Stemmen.

Kevin Fröhlich aus Rotenburg wechselt aus dem erweiterten, in den geschäftsführenden Vorstand. Sünje Loës aus Hellwege vervollständigt den geschäftsführenden Vorstand als zweite Frau. Kreisschatzmeister bleibt der erfahrene Peter Pfleging aus Tarmstedt, dem Waldemar Rudolf, ebenfalls aus Stemmen, als Stellvertreter zur Seite steht.

Herme Köhlmoos aus Sittensen und Frank Stammler aus Langwedel (Landkreis Verden) prüfen als Revisoren die Ausgaben des Verbandes in den nächsten zwei Jahren.

„Es ist mir eine große Freude dieses Amt anzutreten. Dadurch bietet sich mir die Chance die Dinge anzugehen, welche mich und mit Sicherheit auch viele andere beschäftigen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den anderen Mitgliedern“, äußerte sich Janina Fitschen kurz nach der Wahl.

Die Wahl des Vorstandes endete damit aber nicht: Überraschenderweise. Denn auf die Frage, ob und wer zusätzlich – mit weniger organisatorischem Aufwand – den Vorstand im erweiterten Kreise helfen möchte, meldeten sich drei Genossen und Genosss*innen.

Der Kreistagsabgeordnete Nils Bassen, studierend in Lüneburg, aber verwurzelt in Scheeßel, die Ratsfrau Tanja Eichfeld aus Bremervörde sowie Nane Borgas aus Bötersen, vervollständigen die Arbeit der Kreispartei im erweiterten Vorstand. Damit wächst der Vorstand auf acht Personen an.

„Damit habe ich nicht gerechnet“, so Stefan Klingbeil, „es gab zwar informell das ein oder Gespräch im Vorfeld, um abschätzen zu können, ob und wie der Kreisvorstand in etwa aufgestellt sein könnte, dass sich dann noch ein erweiterter Vorstand von drei Personen bildet, kam für alle überraschend. Das zeigt mir, dass Mitglieder vermehrt interessiert sind, die Parteiarbeit mitzutragen und weiter zu entwickeln. Trotz arbeitsintensiver Tage unserer Mitglieder, die vermehrt als Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen tätig sind, sind mehr denn je Mitglieder daran interessiert, sich politisch in der Linken zu engagieren. Genau das wollte ich will ich auch in Zukunft mit meiner transparenten und informierenden Arbeitsweise erreichen, auch wenn dies viel Arbeit bedeutet.“

Klingbeil: „Im Hinblick auf den bevorstehenden Bundesparteitag Ende Februar, dem Landesparteitag Anfang März und der im Mai anstehenden Wahl des Europäischen Parlamentes, finde ich die Besetzung mit acht Personen im Vorstand sehr erfreulich. Übrigens konnten wir durch die im letzten Jahr gestiegene Mitgliederzahl gleich vier Delegierte (zwei Frauen, zwei Männer!) für den Landesparteitag, inkl. Stellvertreter*innen stellen.“

Denn bei der Aufstellung der Bewerber*innen ging erneut ein Raunen durch den Seminarraum im Rotenburger Rathaus. Mehr Personen als vorgesehene Plätze melden sich. Schnell wurde sich darauf geeinigt, dass all diejenigen die zu wenig Stimmen bekämen, als Ersatzdelegierte fungieren könnten. Mit voller Akzeptanz wurde dem zugestimmt.

„Ohne Frauen hätten wir nur zwei Männer wählen dürfen, so schreibt es unsere Wahlordnung der Partei DIE LINKE vor. Die Gleichbehandlung, über die sich andere Institutionen und Organisationen freuen würden, erlebt in der Kreislinken eine gelebte Praxis. Hier übernehmen wir nicht nur auf Kreisebene eine Vorreiterfunktion, die wir auch gerne als solche benennen wollen! So manch einer redet erst jetzt drüber, aber unsere Partei will und lebt es gar nicht anders vor“, so Klingbeil betonend.

Nach all den Wahlen kamen noch Anträge zur Sprache. Einer davon behandelte die Durchführung von regelmäßigeren und mehreren Kreismitgliederversammlungen im Jahr, um die inhaltliche Arbeit des Kreisverbandes auszubauen. In den kommenden zwei Jahren, werden wir neben der innerparteilichen Entwicklung, auch unser Bestes geben um an inhaltlichen Positionen auf Kreisebene zu arbeiten. Die Partei der sozialen Gerechtigkeit soll verstärkt im Kreis Rotenburg sichtbar werden. Örtliche Vorbilder sind die Arbeiten der Kreisverbände Stade und Osterholz und der Landesverband Bremen“, so Klingbeil.

„Abschließend möchte ich einen Dank aussprechen, der längst überfällig ist, aber doch allerorts nicht selbstverständlich ist: Im Namen der Linken im Landkreis Rotenburg danke ich der Stadt Rotenburg für die zur Verfügung stehenden Räume im Rathaus. Als Kreisverband wird uns (noch) ohne Fraktionsstatus, die Möglichkeit geben, an der Demokratie lebhaft mitzuwirken, insbesondere wenn es nicht immer zu Gunsten der vorherrschenden Meinung ist“, fügt Stefan Klingbeil schmunzelnd und mit einem Augenzwinkern an. „Auch wenn DIE LINKE sich stets auszuhelfen weiß, unsere Arbeit wird durch die gelebte Offenheit in Rotenburg erleichtert. Zu wünschen wäre, dass sich weitere Gemeinden und Städte - wie Zeven und Bremervörde - der Kreisstadt anschließen würden. Vielen herzlichen Dank!“

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Bündnis für Europa und Demokratie

Nils Bassen für ein vereintes Europa

 

Unser Kreistagsabgeordneter gründet ein Bündnis für ein Europa der ökologisch-sozialen Demokratie. Die Kreiszeitung berichtete.

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Clara-Zetkin-Frauenpreis 2019

Preisträger*in

 

Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2019 ging an das Projekt "Heimatlos in Köln" e.V., das obdachlosen Frauen den Mut gibt, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Pia Klemp, Kapitänin eines Seenotrettungsschiffes, erhielt den Ehrenpreis für gesellschaftliches Engagement. Auf dem Parteitag in Bonn hatte Pia Klemp gemahnt: "Mit jedem Ertrinkenden im Mittelmehr ertrinkt die Würde eines jeden Europäers"

 
 
 

Aus dem Kreis Rotenburg

 

Europäische Nationalstaaten statt deutsche EU?

Implusvorträge & Diskussion mit Diether Dehm und Wolfang Gerhcke

 

Europäische Nationalstaaten statt deutscher EU?

Der Kreisverband lädt alle Interessierten am Freitag, den 22. März in das Mehrgenerationenhaus in Waffensen ein, um nach Impulsvorträgen von Diether Dehm und Wolfgang Gerhcke zu diskutieren.

Einlass ab 18:30 Uhr - Beginn: 19:00 Uhr.

Im Mehrgenerationenhaus Waffensen, Immentun 1, 27356 Rotenburg.

Der Eintritt ist frei.

 

Frieden und Gedenken

 

Am Sonntag, den 27. Januar gedachten wir der Opfer des Nationalsozialismus. Am jüdischen Friedhof wurden Kerzen angezündet und auf dem Friedhof in Waffensen wurde ein Kranz niedergelegt.

 

Diether Dehm war in Bremervörde

 

Am Freitag, den 25.1.2019, war Diether Dehm in Bremervörde zu Gast um mit Interessierten über die aktuellen Entwicklungen in den kurdischen Gebieten zu diskutieren. Trotz des am Abend einsetzenden Schneetreibens fanden sich einige Interessierte ein, um dem Abgeordneten des Bundestages der LINKEN Fragen zum momentanen Stand der Dinge zu stellen sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten und Optionen zu erhalten.

Dr. Diether Dehm, zuletzt in den Schlagzeilen wegen einiger polemischer Äußerungen zum Außenminister Heiko Maaßen und dessen Haltung zur NATO, steht heute in engem Austausch mit der kurdischen Gemeinschaft in Deutschland. Das die Probleme der kurdischen Minderheit in der Türkei, Syrien und dem Irak nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten ist ihm, wie er erklärte, ein wichtiges Anliegen. Die Position der Bundesregierung, die zuletzt Aktionen des türkischen Militärs in den kurdischen Autonomiegebieten als völlig gerechtfertigt bezeichnete, sei völlig untragbar. Auch die Haltung zu dem Vorgehen der türkischen Regierung im besetzten Afrin ist in seinen Augen nicht akzeptabel, ganz besonders die Besiedlung des Gebietes durch Erdogan ergebenen konservativen Sunniten bezeichnete er als unrechtmäßig.

Allerdings, so Dehm, würde er die Gründung eines eigenen kurdischen Staates zur Zeit nicht unterstützen. Er sähe schlicht keine realistische Perspektive um einen solchen Staat nicht nur zu gründen, sondern dann auch aufrecht zu halten. Die Sicherheitslage wäre dem Abgeordneten nach einfach zu schwierig, ein kurdischer Staat sähe sich zahlreichen Feinden gegenüber. In seinen Augen ist die Lösung in einer weitreichenden Autonomie zu suchen, ein Ansatz der mittlerweile dem Abgeordneten zu Folge auch von führenden Kurden in den Autonomiegebieten unterstützt wird. Er hofft in diesem Bereich auch mit den in der Region stark engagierten Russen einen Kompromiss finden zu können. Deren Haltung bezeichnete Diether Dehm als kompliziert, sind sie doch auf vielfältige Weise in die Lage vor Ort involviert. Die in den letzten Wochen diskutierte Errichtung einer Sicherheitszone in den kurdischen Gebieten, ins Spiel gebraucht von Donald Trump und vehement abgelehnt von führenden kurdischen Politikern, bewertet er im Grunde als gute Idee. Allerdings stelle sich die Frage wer eine solche Sicherheitszone gewährleisten solle, da käme, anders als von Trump vorgeschlagen, die Türkei natürlich nicht in Frage. Genau wie kurdischen Politiker hielte Diether Dehm hier das Engagement der UNO an dieser Stelle für sehr wünschenswert. Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass die beteiligten Fraktionen in Syrien und Ankara zur Zeit der Stationierung internationaler Truppen zustimmen werden. Es werden noch viele Verhandlungen folgen müssen, doch eine friedliche Lösung bleibt Priorität.

 
 

Aus Niedersachsen

 

Druck machen Gegen soziale Ungerechtigkeit!

Landesparteitag wählt Vorstand und hautamtlichen Landesgeschäftsführer

 

Auf ihrem Landesparteitag wählte DIE LINKE. Niedersachsen am vergangenen Wochenende ihre neuen Landesvorsitzenden, einen neuen Landesvorstand und erhält erstmalig in ihrer Geschichte einen hauptamtlichen Landesgeschäftsführer. Als Arbeitsgrundlage für die nächsten Jahre verabschiedeten die nahezu 200 Delegierten mit großer Mehrheit einen Leitantrag. Darin will die Partei sich noch intensiver in die Landespolitik einmischen, den Schulterschluss mit linken Bewegungen suchen und ihren Wiedereinzug in den Landtag vorbereiten.

„Immer mehr Menschen sind unzufrieden mit der gesellschaftlichen Entwicklung und ihrer persönlichen Situation. DIE LINKE. schlägt als einzige Partei Lösungen außerhalb von Profitgier, Ausbeutung und Rassismus vor. Wer das Ertrinken von Geflüchteten legitimiert und sie zu Sündenböcken macht, muss mit Protest rechnen. Die Rechten finden in der LINKEN ihren entschlossensten Gegner“, macht die neue Landesvorsitzende Heidi Reichinnek deutlich. „In Vorbereitung des Europawahlkampfs sind bereits mehrere Großveranstaltungen in Planung. DIE LINKE. streitet für ein friedliches, soziales und ökologisches Europa. Unsere Basis ist hochmotiviert“, blickt Reichinnek optimistisch in die Zukunft.

Der wiedergewählte Landesvorsitzende Lars Leopold pflichtet ihr bei: „Wir freuen uns über steigende Mitgliederzahlen. Rund 60% der Neueintritte sind jünger als 35. Als Partei werden wir kämpferischer, bewegungsnäher und kämpfen gemeinsam mit den Pflegekräften, der Klimabewegung, den streikenden Kolleg*innen und vielen Migrant*innen für einen politischen Wandel. Und wir stehen an der Seite von attac und verurteilen den Entzug der Gemeinnützigkeit als ein politisches Urteil gegen systemkritische Organisationen und Bewegungen!“

Der frisch gewählte Landesgeschäftsführer Christoph Podstawa richtet den Blick auf die Landespolitik: „Die Opposition ist ein schlechter Begleitschutz der aktuellen Landesregierung. Kein Wunder! Das, was die vorherige rot-grüne Landesregierung schlecht angefangen hat – wie die Einführung der Pflegekammer oder des neuen Polizeigesetzes NPOG – führt die aktuelle Landesregierung noch schlechter fort. Wir werden gemeinsam mit unseren Bündnispartnern sowohl die Pflegekammer als auch das neue Polizeigesetz verhindern!“

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Aus dem Bund

 

Abkehr von Hartz IV? Die Pläne der SPD im Check.

18. Dezember 2018 - AUF DEN PUNKT GEBRACHT.

 

Der Parteivorstand der SPD hat am 11. Februar Vorschläge für einen »Sozialstaat für eine neue Zeit«vorgelegt. Lässt sie Hartz IV jetzt hinter sich? Die kurze Antwort: Nein. Wer seine Erwerbsarbeit verliert, wird immer noch in die Armut gedrängt – nur langsamer als vorher. Und die Sanktionen werden nicht abgeschafft, sondern nur entschärft. Es ist zu wenig und zu spät, was die Sozial­demokraten hier vorlegen. Aber: Es sind auch Forderungen dabei, die das Leben vieler Menschen verbessern würden – und für die DIE LINKE schon seit Langem streitet. Ob die SPD sie ernsthaft umsetzen will, ist eine andere Frage. Immerhin ist sie seit 20 Jahren mit kurzer Unterbrechung an der Regierung und hätte einiges längst auf den Weg bringen können.

Das sind die Pläne der SPD:

  • Das geplante »Bürgergeld« ist nur ein anderes Wort für Hartz IV mit kleinen Veränderungen: Vermögen und Wohnungsgröße sollen etwa für zwei Jahre nicht überprüft werden; vollständige Streichung der Gelder soll es nicht mehr geben; Bagatellrück­forderungen sollen fallen gelassen werden. An der Höhe der Sätze ändert sich aber nichts, auch Bedarfsgemein­schaften soll es weitergeben. Also weiter Armut per Gesetz. Unsere Forderung: Eine sanktions­freie armutsfeste Mindestsicherung in Höhe von 1.050 Euro netto statt Hartz IV.
  • Die SPD will den Mindestlohn»perspektivisch« auf 12 Euro anheben. Doch 12 Euro als gesetzlicher Mindest­lohn sind Tagesaufgabe. Unsere Forderung: 12 Euro Mindest­lohn ab sofort. Bei der Überprüfung des Mindestlohns 2020 muss das Kriterium sein, das er fürs Leben und eine Rente oberhalb der Grundsiche­rung reicht. Laut Angaben der Bundes­regierung sind das 12,63 Euro. Ab 2020 also: 13 Euro Mindestlohn.
  • Die SPD verspricht Tarifverträgezu stärken: Allgemeinverbindlich zu erleichtern, tarifgebundene Betriebe steuerlich besserzustellen, Vergabe öffentlicher Aufträge an Tarifverträge zu binden und eine Vergabemindest­lohn von 12 Euro einzuführen. Dann mal los! Das könnte sie auch in den Landesregierungen sofort umsetzen. DIE LINKE fordert das schon lange.
  • Bei der Brückenteilzeit wird eine deutliche Ausweitung in Aussicht gestellt, ohne konkret zu werden. Für mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit über das Erwerbsleben hinweg stellt die SPD individuelle Arbeitszeitkon­ten in Aussicht. Unsere Forderung: Das Recht auf befristete Teilzeit mit Anspruch auf Rückkehr – Aufstockung zur Vollzeit – muss für alle Beschäftigten gelten. Gegen unfreiwillige Teilzeit wollen wir das Recht, mindestens 22 Wochen­stunden im Arbeitsvertrag zu haben. Damit die Arbeit zum Leben passt, wollen auch wir mehr und flexible Wahlmöglichkeiten. Aber die Wochen­arbeitszeit muss für alle sinken! Bei vollem Lohnausgleich und not­wendigem Personalausgleich, damit kürzere Arbeit nicht mehr Stress bedeutet.
  • Die SPD will eine Kindergrund­sicherung, in der verschiedene bisherige Leistungen wie Kindergeld und Leistungen aus dem SGB II zusammengefasst werden. Die Höhe wird noch nicht genannt, soll sich aber aus dem Existenzminimum von 408 Euro und Infrastrukturleistungen zusammensetzen – also etwa Kita und Schule, Bus und Bahn. Gut so! Wir fordern die Kindergrundsiche­rung schon lange. Bei den Infrastruk­turleistungen will die SPD aber lediglich prüfen, ob sie kostenlos gemacht werden können. DIE LINKE will zunächst die Geldleistungen für alle auf 573 Euro setzen – denn noch ist die soziale Infrastruktur nicht kostenfrei.

Was fehlt?

Die SPD macht keine Vorschläge, wie sie ihre Forderungen umsetzen will. Sie hat weder ein Finanzierungs­konzept noch benennt sie, wer Partner bei der Umsetzung sein sollen. So drängt sich der Eindruck auf, dass sie es gar nicht ernst meint: Soziale Forderungen werden dann gestellt, wenn es gerade ohnehin keine Mehrheit dafür gibt. Auch für prekär Beschäftigte legt sie zu wenig vor.Zwar spricht die SPD von Leiharbeit, Solo­Selbständigkeit und Werkver­trägen, bringt aber kaum konkrete Vorschläge. Unsere Forderungen: Ein wirklicher Ausstieg aus der Agenda 2010, sachgrundlose Befristungen und Leiharbeit abschaffen und Mini­ und Midijobs in gute, tariflich gesicherte Jobs mit Sozialversicherung überfüh­ren. Und: Wir wollen eine gerechte Finanzierung des Sozialstaates. Unsere Forderungen sind durch­gerechnet. Reiche und Konzerne müssen endlich angemessen beteiligt werden. Vermögen oberhalb einer Million wollen wir besteuern. Steuer­oasen trockenlegen und Profite der Unternehmen stärker besteuern.Die SPD hat die Diskussion um einen Sozialstaat wieder auf die Tagesord­nung gesetzt. Das ist gut. DIE LINKE hat da viel zu sagen.

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Tag der gesunden Ernährung 2019:

Gutes Essen muss man sich leisten können

 

Der Tag der gesunden Ernährung (7. März) soll Menschen anregen im Alltag gesündere Lebensmittel zu verzehren. Dazu erklärt Amira Mohamed Ali, Sprecherin für Verbraucherschutz der Fraktion DIE LINKE im Bundestag: „Es genügt nicht immer nur eine gesündere Lebensweise zu fordern. Die Menschen müssen sie sich auch leisten können. Dafür brauchen wir höhere Löhne, Renten und Sozialleistungen.“

Die Abgeordnete begründet ihre Forderung mit der jüngsten Auswertung der EU-Daten zur materiellen Entbehrung (EU-SILC 2017), die das Statistische Bundesamt im Auftrag der Linksfraktion vorgenommen hat. Wesentliches Ergebnis: 5,1 Millionen Menschen in Deutschland können es sich nicht leisten jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder Gemüse zu essen. „Ernährungsarmut ist kein Randphänomen, sondern betrifft Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen, Rentner und Arbeitslose. Für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren stehen im aktuellen Hartz 4 Satz nur 3,17 Euro für Lebensmittel zur Verfügung. Ein Skandal, davon kann sich niemand gesund ernähren “, sagt Amira Mohamed Ali.

Amira Mohamed Ali will das System der Zwei-Klassen-Ernährung überwinden. Sie verweist auf den jüngsten Antrag der LINKEN im Bundestag (Bundestags-Drucksache: 19/7025). Dieser sieht vor, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen, eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 Euro einzuführen und eine Erhöhung des Kindergeldes auf 328 Euro. Auch das Rentenniveau soll auf wieder auf 53 Prozent angehoben werden. „Der Antrag wird derzeit im federführenden Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft beraten. Eine Abstimmung steht noch aus“, erläutert Amira Mohamed Ali.

Für Rückfragen beantwortet:

Amira Mohamed Ali, MdB

Deutscher Bundestag

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Telefon: +49 30 227-79235

Fax: +49 30 227-70235

amira.mohamedali@bundestag.de

www.bundestag.de

 
 

Europawahl

 

Digitalsteuer - jetzt!

Martin Schirdewan - Gewinne nicht Umsätze besteuern!

 

Große Digitalkonzerne erwirtschaften Milliarden in der EU, zahlen aber kaum Steuern. Obwohl Vorschläge auf dem Tisch liegen, um dem internationalen Steuerdumpingwettbewerb Einhalt zu gebieten, bremsen EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland eine europäische Einigung aus. Damit muss Schluss sein, schreibt der linke EU-Abgeordnete Martin Schirdewan in einem Gastbeitrag. Weiterlesen

 

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Politische Bildung

 

10. Frühlingsakademie der LINKEN

Wie organisieren wir linke Mehrheiten? Frühlingsakademie für alle, die sich mit den Zuständen nicht abfinden.

 

Donnerstag, 30. Mai bis Sonntag, 2. Juni 2019 am Werbellinsee (nahe Berlin)

#wirsindmehr. Das wurde in den vergangenen Monaten immer wieder sichtbar: in München, in Chemnitz, in Hamburg, in Berlin. Doch der Wind bläst scharf von rechts, von oben regiert ein Programm der sozialen Kälte. Auf der politischen Bühne jagt ein Krisenereignis das nächste, die rasanten Umbrüche sind auch Ausdruck einer offenen geschichtlichen Situation: Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft? Das kann verunsichern. Nichtsdestotrotz lassen viele Menschen sich nicht entmutigen. Sie gehen für unteilbare Solidarität auf die Straße. Sie erheben ihre Stimme in den Betrieben, an den Unis, am Stammtisch oder im Wald. Die LINKE ist Teil dieser Bewegung der Vielen. Wie werden aus den Vielen noch mehr? Wie verbinden wir die zahlreichen Stimmen zu einer gemeinsamen Kraft? Welche Perspektiven, Sehnsüchte und Visionen einer besseren Welt teilen wir? Wie achten wir aufeinander, lernen voneinander, stärken solidarische Strukturen? Wie eignen wir uns die Partei an, verändern sie, damit sie unser politisches Zuhause bleibt oder wird? Was können wir von linken Gruppen und Parteien aus anderen Ländern lernen? Direkt nach den Europawahlen wird es auch Zeit zum Austausch und Kräftesammeln geben.

Wir wollen vier Tage lang miteinander diskutieren, lernen, analysieren – und wenn die Köpfe rauchen, eine Runde in den Werbellinsee springen!

Anfang Januar 2019 erfolgt die Ausschreibung der Frühlingsakademie. Dann ist es auch möglich, sich über das Online-Formular anzumelden.

Anmeldung und vollständiges Programm www.die-linke.de/fruehlingsakademie2019 oder per Telefon 030/24 00 9351. Vorläufiger Anmeldeschluss ist der 8. März. Der Teilnahmebeitrag (Verpflegung und Unterkunft im Mehrbettzimmer) beträgt 35 Euro, ermäßigt 20 Euro. Für Bezieher*innen von Transferleistungen ist
die Teilnahme kostenlos. Fahrtkosten können leider nicht erstattet werden. Eine Kinderbetreuung wird bei vorheriger Anmeldung angeboten. Auf Wunsch ist eine Unterbringung in Doppelzimmern (einmaliger Aufpreis: 25 Euro) oder – sehr begrenzt – Einzelzimmern (einmaliger Aufpreis: 45 Euro) möglich.
 

 
 

Aktionismus

 

Regelmäßige Termine

 

Der Gesprächskreis Bremervörde, der jeden Montag stattfindet, lädt zur Teilnahme ein. Bei Interesse, trete an Tanja heran. Der Gesprächskreis ist mit, aber nicht von DIE LINKE.

An jedem ersten Donnerstag im Monat findet der Stammtisch in Rotenburg statt. Ab 19:00 Uhr in der Schmidt's Kneipe.

 

Internationale Wochen gegen Rassismus

Demonstration in Rotenburg

 

Samstag, 09. März Infostand des Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Rotenburg zwischen 10:00 und 12:00 Uhr mit Live-Tranpsi-Malen für die Demo (s. u.)  Farbe und Pinsel und kreative Beiträge, erwünscht! Fußgängerzone neben dem Markplatz.

Mittwoch, 13. März 19:00 Uhr Dokumentarfilm "Die Arier“  von Mo Asumang (anwesend). Aus Anlass der internationalen Wochen gegen Rassismus. Rathaus Ratssaal, Große Straße 1, Rotenburg.

Samstag, 16. März Demo zum Internationalen Aktionstag "Aufstehen gegen Rassismus und Hetze" in Rotenburg. Beginn11:00 Uhr in der Gerberstraße 16 (IGS Parkplatz), Demostart 11:30 Uhr (bis zum neuen Markt). DJ Chris Taffa aus Rotenburg sorgt für elektronische Beats. Nach der Kundgebung ab ca. 13:00 Uhr: Musik der Band "Baby's & Gentleman". Ab 14:00 Uhr wieder DJ (Flyer im Anhang).

Kontakt und Aktionsverteiler: agrrow@posteo.de

 

Interesse an der Partei DIE LINKE?

 

Haben wir Dein Interesse an der Partei DIE LINKE geweckt? Willst Du Parteimitglieder vor Ort kennenlernen? Neben unserem Stammtisch in Rotenburg und dem Gesprächskreis in Bremervörde kannst Du einen Blick auf unsere Seite der Ansprechpartner*innen werfen. Dort findest du direkten Kontakt zu LINKEN in deiner Nähe. Jede Veranstaltung der Partei ist öffentlich. Du kannst sie jederzeit als Gast besuchen. Oder hast du ein Anliegen an unsere Abgeordneten in Bremervörde oder im Kreistag? Für Fragen steht dir der Vorstand gerne zur Seite. Außerdem hat die Bundestagsfraktion ein Regionalbüro in Buxtehude eingerichtet.

Mitmachen und einmischen! Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für mehr Demokratie und eine gerechte Verteilung des Reichtums. Hier kannst Du sofort und online Deinen Eintritt in die Partei DIE LINKE erklären.

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Impressum

Die Linke Kreisverband Rotenburg (Wümme)
Postfach 1411
27344 Rotenburg
Telefon: 04261 / 96 39 776
kontakt@dielinke-row.de

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