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S. Klingbeil

Keine Oberstufe für die IGS Rotenburg

Mit der heutigen Entscheidung knüpft die knappe Mehrheit der lokalen Entscheidungsträger in Rotenburg an die seit Jahrzehnten ktisierte Bildungspolitik in Deutschland an und verbaut damit die Zukunft der eigenen Stadt. In nicht einmal 20 Jahren werden sich diese Auswirkungen deutlich zeigen: potentielle Familien aus dem Umland werden sich zweimal überlegen, ob sie in eine Stadt ziehen wollen, die zwar eine integrierte Gesamtschule hat, aber diese ohne Oberstufen zurecht kommen muss. Schließlich werden sie ausgebaute Angebote in vergleichbaren Städten für ihre Kinder zu finden wissen.


Kreisverband

Position zur Oberstufe der IGS Rotenburg

Seit 2014 gibt es in Rotenburg die Integrierte Gesamtschule bis Klasse 10, mit der Eltern und Schüler gute Erfahrungen gemacht haben. Seitdem wird diskutiert, ob diese IGS um die Gymnasiale Oberstufe d.h. also die Klasse 11 bis 13 ergänzt werden soll. Die Schülerinnen und Schüler hätten damit die Möglichkeit an ihrer Schule das Abitur zu erwerben ohne die Schule wechseln zu müssen.

 

Die Linke im Landkreis Rotenburg plädiert für die Einrichtung dieser Gymnasialen Oberstufe an der IGS Rotenburg vor allem aus folgenden Gründen:

Seit 2014 gibt es in Rotenburg die Integrierte Gesamtschule bis Klasse 10, mit der Eltern und Schüler gute Erfahrungen gemacht haben. Seitdem wird diskutiert, ob diese IGS um die Gymnasiale Oberstufe d.h. also die Klasse 11 bis 13 ergänzt werden soll. Die Schülerinnen und Schüler hätten damit die Möglichkeit an ihrer Schule das Abitur zu erwerben ohne die Schule wechseln zu müssen.

Die Linke im Landkreis Rotenburg plädiert für die Einrichtung dieser Gymnasialen Oberstufe an der IGS Rotenburg vor allem aus folgenden Gründen:

  • Den Schülerinnen und Schülern bleibt ein Schulwechsel erspart, der mit inhaltlicher, methodischer und personeller Umorientierung verbunden wäre. Ein breiter Fächerkanon und das gewohnte Lernumfeld bleiben erhalten. Das bedeutet, dass weder die Anpassung an vorhandene Gruppenstrukturen (Übergang zum Gymnasium) noch die vorzeitige quasi-berufliche Schwerpunktsetzung (Übergang zur BBS) erforderlich werden.
  • Mit dieser Schulform werden individuelle Interessen und Fähigkeiten und die Persönlichkeitsentwicklung in besonderer Weise berücksichtigt und gefördert. Auf diese Weise wird insgesamt sowohl quantitativ als auch qualitativ ein möglichst hohes Bildungsniveau erreicht. Abgesehen von der positiven Wirkung für den einzelnen Menschen, sollte dies ein wichtiges Argument für all diejenigen sein, die unsere Wettbewerbsfähigkeit gefährdet sehen und auf einen Fachkräftemangel hinweisen.
  • Zahlreiche nationale und internationale Studien belegen, dass sich eine längere gemeinsame Beschulung von Schülerinnen und Schülern positiv auf deren Bildungschancen auswirkt und im Gegensatz zu allen anderen Schulformen sind die Übergangsentscheidungen am Ende der 10. Klasse in der IGS unabhängig von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler, d.h. im Umkehrschluss, dass niemand wegen seiner sozialen Herkunft benachteiligt wird. (s. u.a. Dissertation von Jennifer Lorenz ,Uni Göttingen)

Die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe hätte für den Landkreis Rotenburg insgesamt positive Auswirkungen. Diese Chance darf durch eventuelle Schwierigkeiten der Schul-Kooperation oder einmalige finanzielle Aufwendungen nicht vertan werden.


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