Kurden unter Beschuss. Vortrag zur aktuellen Lage in Rojava, Nordsyrien.
Der Kreisverband von Die Linke Rotenburg lädt zu einem Vortrag am 20. Februar um 18:30 Uhr ins Rathaus Rotenburg ein, in dem über die aktuelle geopolitische Lage von Kurden in Rojava, Nordsyrien berichtet wird. Der Vortrag ist kostenlos.
Die sogenannte Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien ist ein autonomes Gebiet im Nordosten von Syrien, bekannt als Rojava. Es wird von Kurdinnen und Kurden sowie von Assyrern, Arabern und anderen Minderheiten bewohnt.
Die Ethnologin und Aktivistin Anja Flach beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Demokratischen Föderation in Nordsyrien und referiert, neben einer grundlegenden Erläuterung dieser direkten Demokratie, mit geografischen Bebilderungen zur aktuellen Situation.
Während die kurdischen Volksverteidigungseinheiten 2014 den Islamische Staat erfolgreich bekämpften und hierfür Internationale Beachtung fanden, leidet die Autonomieregion seit 2016 unter militärischen Angriffen und Teilbesetzungen durch die Türkei.
Auch nach dem Fall des Assad-Regimes in Syrien Ende 2024 kehrt keine Ruhe in Syrien für Kurdinnen und Kurden ein.
Seit Anfang des Jahres greifen unter dem Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa (Dscholani) Einheiten der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) sowie Milizen der syrischen Übergangsregierung und das türkische Militär die Volksverteidigungseinheiten der Kurdinnen und Kurden an und drängen sie zurück.
So ist Kobanê, mit rund 600.000 Einwohner:innen eine der größten Städte in dem kurdischen Autonomiegebiet, seit dem 18. Januar vollständig belagert. Menschen sind ohne Schutz, der Strom sei gezielt abgeschaltet worden, wodurch die Wasserversorgung weitestgehend zusammenbrach.
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