Die in der letzten Kreistagssitzung beschlossene Satzung zur Ferienbetreuung für Kinder erweist sich bei genauerem Hinsehen als eine Subventionsmaschine für all jene, die eine Betreuung ihrer Kinder auch anderweitig realisieren könnten. Mit 130 Euro pro Woche, plus Kosten für das Mittagsessen, Ausflüge sowie Bastelmaterialien dürfte diese Betreuung für viele Eltern nicht erschwinglich sein. Schon zwei Kinder im Grundschulalter würden Kosten in Höhe von mehr als 1000 Euro für die vier Wochen verursachen. „Das ist gerade in einem Landkreis, in dem viele Menschen im Niedriglohnsektor arbeiten ein Schlag ins Gesicht“, zeigt sich Sünje Loës empört. „Zwar werden Empfänger von Sozialhilfeleistungen freigestellt, doch für all jene, die viel arbeiten für wenig Geld, bedeutet diese Satzung, dass die gesetzlich vorgeschriebene Ferienbetreuung für sie nicht zugänglich ist.“ Der Landrat Marco Prietz (CDU) hat darauf hingewiesen, dass es sich bei den 130 Euro um ziemlich genau die Hälfte der jeweils entstehenden Kosten pro Kind handelt, der Landkreis also gleichfalls einen Zuschuss von 130 Euro leistet. Dieser Zuschuss aus dem Steuersäckel, kommt nun also all jenen zugute, die über ein ausreichend großes… Weiterlesen
Rotenburgs öffentliche Gelder für 2026 werden am Donnerstag festgelegt. Mit dem Wissen, dass 3.180€ für kostenloses Mittagessen für Kinder an der Armutsschwelle fehlen, soll der Haushalt trotzdem beschlossen werden. Der Bürgermeister geht von weniger Bedarf aus und kann sich da auf die Konservativen der CDU verlassen. Es sollen Gelder vom letzten Jahr genutzt werden, doch auf Nachfrage von @DerKlingeil stellte sich heraus: Da fehlen 3.180€ bis Jahresende. Nachgebessert wurde nicht. Unterschiedliche Wahrnehmung: Erst kürzlich hieß es in Medien, dass die Armutsquote leicht angestiegen ist und damit sind auch mehr Kinder betroffen. Wir - Linke und Grüne - wollen, dass dieser Betrag fest eingeplant wird und haben dafür einen Änderungsantrag gestellt. Weiterlesen
Der Kreisverband von Die Linke Rotenburg lädt zu einem Vortrag am 20. Februar um 18:30 Uhr ins Rathaus Rotenburg ein, in dem über die aktuelle geopolitische Lage von Kurden in Rojava, Nordsyrien berichtet wird. Der Vortrag ist kostenlos. Die sogenannte Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien ist ein autonomes Gebiet im Nordosten von Syrien, bekannt als Rojava. Es wird von Kurdinnen und Kurden sowie von Assyrern, Arabern und anderen Minderheiten bewohnt. Die Ethnologin und Aktivistin Anja Flach beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Demokratischen Föderation in Nordsyrien und referiert, neben einer grundlegenden Erläuterung dieser direkten Demokratie, mit geografischen Bebilderungen zur aktuellen Situation. Während die kurdischen Volksverteidigungseinheiten 2014 den Islamische Staat erfolgreich bekämpften und hierfür Internationale Beachtung fanden, leidet die Autonomieregion seit 2016 unter militärischen Angriffen und Teilbesetzungen durch die Türkei. Auch nach dem Fall des Assad-Regimes in Syrien Ende 2024 kehrt keine Ruhe in Syrien für Kurdinnen und Kurden ein. Seit Anfang des Jahres greifen unter dem Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa (Dscholani) Einheiten der Demokratischen Kräfte… Weiterlesen
Auf der Homepage der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen findet Ihr ab sofort kommunalpolitische Podcasts, Videos, Texte, Seminarangebote und vieles mehr gebündelt auf einer Sonderseite. Zur Seite: Weiterlesen
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